Frostschutzmittel vs. Lebensfreude

Ich höre gerade Mia mit „Mausen“. Sehr geil. Okay. Vielleicht nicht geil aber toll. Außerdem toll ist die Tatsache das es noch liebe Menschen gibt. Mit denen man lachen kann, die Nächte durchmachen kann, im Schnee toben kann.
All das was man als Kind so gerne gemacht hat immer noch machen kann.

Ich bin Kind. Voll und ganz. Mit dem Herzen. Kinder der Sonne ist das nicht herrlich?! Der Schnee tanzt vor meiner Türe. Und ich höre wie wir im Kindergarten noch Schneeflöckchen gesungen haben. Der Schnee hat in allen Farben der Welt gefunkelt. Wie Diamanten die sich in deinen Händen zu Wasser auflösten. Und übrig blieb eine Pfütze in der sich dein kleines Kindergesicht gespiegelt hat.
Deine Augen liefen über vor Freude über den Winter.

Zurück im Heute. Hier und jetzt. Wer freut sich noch außer die Kinder über den Schnee? Eher regen wir uns auf, es ist zu kalt. Auto zugefroren. Glatteis auf der Straße. Verkehrsunfälle. Auto springt nicht mal an. Hektik. Schneeschieben. Hoffen das es schnell wieder weg ist. Unfroh drüber.
Und wo bleibt das Glitzern? Das liegt nicht beachtet am Straßenrand. Wo habt ihr eure Lebensfreude hingeworfen? Wahrscheinlich weggewischt mit extra starken Frostschutzmitteln.

1 Kommentar 2.2.11 19:08, kommentieren

Frage des Tages

Ist es wirklich okay?


Zunächst stellt sich uns hier die Frage was ist „okay“ überhaupt?

Wann ist etwas okay?

Wenn wir nicht dran denken müssen, wenn man verziehen hat, vergessen hat, wenn man drüber lachen und reden kann, oder weinen kann?

Wenn wir uns leider zwanghaft eingestehen müssen das es selbst nach Jahren noch da ist, pochend, drohend in unserem Kopf? Können manche Erlebnisse oder Dinge eigentlich überhaupt „okay“ sein? Sollten manche Dinge überhaupt okay sein oder werden? Wo fängt „egal“ an und hört „okay sein“ auf?

Schieben wir nicht mit „okay“ etwas aus dem Weg? Provisorisch?


Dieser Tag nimmt dich sicher sehr mit! Oder?“

-“Nein, es ist okay.“

War meine heutige Antwort.

Für mich heißt okay nur Akzeptanz, damit klarkommen.

Aber es ist weder egal noch zu belastend. Es wird immer in meinem Kopf sein. An manchen Tagen mehr, an anderen weniger...


-Rest in peace-


1 Kommentar 16.1.11 01:02, kommentieren

Die Hand voller Asse....doch die Welt spielt Schach!

Why do I feel like this? Extraordinary?

 

You receive what you give

and this is like nothing

I feel like shit

but at least I feel something

Is this all you have to give?

 

The final Bullet was always meant for me!

(In Flames)

 

 Bild: meins....für ne handycam kanns sich sehen lassen!


1 Kommentar 8.11.10 01:11, kommentieren

Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen;...

darum scheint es eine Torheit, sie wieder durch Worte vermitteln zu wollen!


1 Kommentar 16.9.10 17:35, kommentieren

Undisclosed

Habt ihr auch unfertige Dinge im Leben? Dinge anfangen und nicht richtig beenden liegt mir nicht. Es hinterlässt immer einen bitteren Nachgeschmack im Mund. Sieht man doch beschämt, genervt oder enttäuscht auf die Geschichte die man schreiben wollte und die nun wartend auf eurem Schreibtisch liegt. Den Freund den ihr schon vor 2 Wochen im Krankenhaus besuchen wolltet, euer Zimmer das halb angestrichen ist, das Fotoalbum das ihr vom Sommer letzten Jahres fertig stellen wolltet...  Dinge die wir aufschieben, aus Unlust, genervt sein, Stress, Angst .... .

Unfertige Geschichten, sind ohne Ende. Was wäre wenn das Buch das ihr lest, oder den Film den ihr gerade schaut kein Ende hat? Einfach mitten drin aufhört, weil der Autor keine Lust mehr hatte....oder Angst hatte es zu ende zu bringen? Das macht kein Autor, niemand der professionell arbeitet würde einfach aufgeben. Aufgeben ist das richtige Wort. Ihr gebt somit nicht nur die Dinge auf, sondern auch euch selber. Vielleicht wollt auch ihr Dinge zuende bringen nur die Dinge wollen es nicht? Das Leben ist fast wie ein Buch, eine Geschichte, die wieder Kapitel hat, mit vielen kleinen Geschichten, manche werden nie zuende geschrieben.

Undisclosed Desires by MUSE // diesen Song lege ich jedem ans Herz, in Hoffnung er hört ihn sich mal an, und vielleicht versteht der ein oder andere den Text. Auf seine Art natürlich. In Songs ist nicht gefragt was der Writer dachte sondern was ihr daraus macht..

 

I know you suffered
But I don't want you to hide
It's cold and loveless
I won't let you be denied

Soothe me
I'll make you feel pure
Trust me
You can be sure

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart

You trick your lovers that you're wicked and divine
You may be a sinner
But your innocence is mine

Please me
Show me how it's done
Tease me
You are the one

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart

Please me
Show me how it's done
Trust me
You are the one

I want to reconcile the violence in your heart
I want to recognize your beauty is not just a mask
I want to exorcise the demons from your past
I want to satisfy the undisclosed desires in your heart

 

 

And then she screamed "no!", hot tears running down her cold face. But always with the beauty in her eyes.

1 Kommentar 17.12.09 23:30, kommentieren

Mind of the wonderful....oder auch: Einsam?!

Ich habe da irgendwie einen Fehler im System, bin kaputt. Und langsam habe ich auch keine Lust mehr immer wieder auf neue Gefühle auf zu bauen....um danach wieder unsanft von meiner Wolke heruntergestoßen zu werden...so dumm kann doch niemand sein?!

Ich kann jeden aufschreienden Beziehungsmenschen und Hobbyphilosophen beruhigen..es geht mir alleine sehr gut. Besser als mit anderen-denen man doch die Macht gibt einen zu verletzten. Letzendlich will ich mich selber zu 100% im Griff haben und meine Gefühle nicht in die Hände von Jemand anderem legen der es nicht zu schätzen weiß.Vielleicht können viele Menschen mit so einer Wucht und Außmaß von Gefühl garnicht klarkommen. Dann verlange ich zuviel.Schließlich muss man Gefühle pflegen. Woher sollen die meisten denn auch wissen was das ist, wenn sie selber schon keine mehr haben?

Genaugenommen ist die Welt nur in Verbindung mit anderen dunkel und schlimm. Für mich allein genieße ich sie jeden Tag aufs Neue. Ich sehe die einzelnen Grashalme auf der Straße, die sich um einen Ampelmast herum durch den Asphalt gezwängt haben. Ich sehe diesen Mann, der nach 30 Jahren eine Bar betritt, in der er, als er jung war, Kicker gezockt hat und der jetzt anderen jungen Leuten beim trinken und spaßen zusieht, mit einem friedlichen und wehmütigen Lächeln. Ich sehe, wie Menschen anderen Menschen unbemerkt gut tun. Ich sehe einen kleinen Jungen, der einem alten Mann aus Versehen einen Papierflieger gegen den Kopf wirft, direkt auf dem Straßenbahngleis und der Mann lacht laut auf, statt zu wüten. ich sehe Tropfen auf dem Gehweg, die wie Herzen aussehen, ich sehe den Regen in waagerechten, endlosen Linien am Fenster des ICE herunterrauschen. Ich sehe Kinder sich wundern und die Nase kräuseln, ich sehe Väter ihren Töchtern Haarsträhnen aus dem Gesicht streichen. Ich sehe, wie ein blinder Mann beim Zuhören der Musik die Augen schließt und weit weg ist, mitten in einem vollen Raum, in seiner eigenen Welt, und ich frage mich, was für ihn Farben bedeuten.


Klingt alles wie kitschige Postkarten im Buchladen, sind es aber nicht. Diese Bilder sammel ich in meinem Kopf, wie andere Mathematik-Formeln. Für mich sind das die Formeln einer guten Welt. Und damit bin ich allein. Wenn ich diesen Bildern begegne, bin ich von Menschen umstellt. Ich bin dann auf dem Gleis, im Supermarkt, einfach auf der Straße, im Park - wo auch immer, selten bin ich dann allein, und doch sieht niemand diese Schönheit. Niemand steht entzückt, wie ich, da und freut sich um diese Geschenke.Details die niemand wirklich mehr zu schätzen weiß...Eindrücke die so viel leben beeinhalten. So viel zerbrechliche Schönheit auf der Welt...die mich fast weinen lässt.

Und so denke ich über die Zeit nach....was für ein schneller Begriff....alles raßt an uns vorbei. Ohne halt, ohne Rücksicht und nur jener der die Zeit und Details zu schätzen weiß wird glücklich.....warum Zeit verschwenden mit Streit, Eifersucht und Agressionen?Weil wir das als „leben“ sehen? All das brauche ich aber nicht..egoistisch? JA! Soziopath? JA! Dann nennen sie es so.....dann brauch ich das für die Menschen nicht zu erledigen-die meisten können doch eh nicht ehrlich sein. Stattdessen verschwenden sie wieder mehr Zeit mit dem Vertuschen der Wahrheit...Lügen...warum sollte ich meine Zeit dafür opfern? Und so geh ich alleine durch die Straßen und schaue mir jede noch so „belanglose“ Kleinigkeit an....um auch alles auszukosten was diese Welt zu bieten hat. Ich will alles sehen, fühlen, riechen....alles wissen...alles erleben. Live. Hautnah.echt.real.hier und jetzt. Mit allen Gefühlen und Gedanken die ich besitze.

Ich sitze nachts stundenlang alleine auf meinem Balkon. Gehe alleine shoppen. Koche alleine, höre alleine Musik, räume Nachts um 3 Uhr auf, trinke alleine eine Flasche Wein bei Kerzenschein,tanze alleine bei guter musik durch die welt...

Wenn das einsam klingt, muss ich sagen: Ist es nicht. Statt mir den Mund fusselig zu reden und als Exot dazustehen, genieße ich all das ohne Rücksicht. Ganz frei und ehrlich. Mit einer kindlichen Naivität.

Ich habe viel zu geben aber die Empfänger scheinen auf einer anderen Frequenz zu funktionieren. Frauen sind oft misstrauisch. Männer oft entzückt. Niemand guckt wirklich hin und wundert sich dann über all das, was in mir steckt und rauswill. Menschen verstehen mich nicht sonderlich gut und die, die so sind wie ich, finde ich nicht, weil sie ihre Masken genauso fleißig anlegen, wie auch ich es tue, um nicht nur auf Unverständnis zu stoßen.

Bis vor wenigen Wochen hätte ich sehr gern mein Leben geteilt. Mit jemandem, der mich liebt und mich nicht irre findet, mit jemandem, der mir zuhört und sich nicht bloß mitteilen will, mit jemandem, der mich einfach sieht.
Mittlerweile sehe ich dies nicht mehr als notwendig. Ich bin nicht einsam. Nicht immer. Ich habe stets Männer um mich, Bekannte, Freunde....Alles, wie es sein muss, bloß mit einem zynischen Augenzwinkern.
Einsam macht mich in seltenen Momenten nur die Möglichkeit einer Insel, wie Houellebecq es treffend schreibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass da draußen doch etwas Unbegreifliches auf mich wartet und mich sucht, lässt mich ab und zu in den tiefsten Abgrund sinken. Ansonsten finde ich das Alleinsein gut. Wenn alles seinen normalen Weg geht, bin ich mir selbst die beste Freundin, das beste Organisationstalent, die beste Partnerin, die beste Kritikerin. Ich will mich mit niemandem teilen, der nicht auch eine Hälfte zu geben hat. Die meisten sind geizig - mit ihrem Körper, ihren Gedanken, ihren Gefühlen.
Und da Geiz nicht geil ist, schreibe ich mir die Wut über die Verständnisblockade ab und zu von der Seele und hoffe auf neue Bilder. Morgen, wenn ich allein das Haus verlasse...

 

Und wer den Song der mir hier im Kopf rumgeschwirrt ist, und den ich beim verfassen gehört habe, nicht kennt (Blank&Jones feat elles-mind of the wonderful)

1 Kommentar 2.12.10 02:04, kommentieren

There's nothing more for me to say
There's nothing more for you to say
There's nothing more for us to say
I fucking hate you anyway

1 Kommentar 16.12.09 18:18, kommentieren